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| Startseite >Parlamentsreport >Artikel | Nr. 03-2008 | 1. Februar Ausgabe |
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Abgeordnete spendeten seit Bestehen der Alternative 54 e.V. 500.000 Diäten-Euro 500.000 Euro haben die Landtagsabgeordneten der LINKEN, zuvor der PDS, seit Bestehen des Vereins Alternative 54 an gemeinnützige Projekte und Initiativen in Thüringen gespendet. Dies war am 23. Januar Anlass, drei weiteren von bisher 1.350 Zuwendungsempfängern in feierlichem Rahmen in der Landtagsfraktion jeweils eine Spende in Höhe von 500 Euro zu übergeben: Die Spendengelder der LINKEN-Abgeordneten kommen aus den Diätenerhöhungen, die nach einem, im Paragraf 54 der Thüringer Verfassung festgelegten Automatismus gezahlt werden. Die Landtagsfraktion der PDS hatte 1995 dagegen vor dem Thüringer Verfassungsgerichtshof geklagt. Dabei war sie unterlegen, gründete aber am 21.3.1995 diesen besonderen Abgeordnetenverein, um die zusätzlichen Diäten dort zu spenden, wo es an anderer Förderung fehlt. Die Alternative 54 hat sich inzwischen landesweit einen guten Namen gemacht, die Liste der Empfänger ist lang, zumeist sind es Vereine, die ehrenamtlich tätig sind, z.B. in der Kinder- und Jugendbetreuung, im Kulturbereich, bei der Seniorenarbeit oder im Sport. Das Gründungsmitglied Klaus Höpcke, die ersten beiden Legislaturperioden PDS-Landtagsabgeordneter in Thüringen, hielt zur Feierstunde die Laudatio. Er verwies auf die Bundestagsfraktion der LINKEN, die jetzt einen ähnlichen Beschluss fasste, und nannte das Spenden von Diätengeldern einen "sinnvollen Brauch", "für die LINKE und ihre Glaubwürdigkeit" zumal. Dabei stellte er den Zusammenhang mit dem Umgang öffentlicher Gelder her und erinnerte u. a. an die Spaßbad-Diskussion in Thüringen. Klaus Höpcke begrüßte das Schwarzbuch-Projekt der Fraktion. Seit dem Wahlsonntag sei es "noch wichtiger gegen die Wulfschen Poesiealben die Hausoldsche Schwarzbuch-Strategie" zu stellen. Die Vorsitzende des Vereins, MdL Heidrun Sedlacik, würdigte die Arbeit ihrer Vorgänger. Erster Vorsitzender war der bereits verstorbene PDS-Landtagsabgeordnete Günter Harrer. Er hatte die Alternative mit ins Leben gerufen. Sein Nachfolger Konrad Scheringer, seit einigen Jahren im (Un-)Ruhestand, hatte es sich nicht nehmen lassen, zum Jubiläum zu kommen. Vereinsvorsitzender war auch Tilo Kummer, als Landtagsabgeordneter und Mitglied der Alternative 54 nach wie vor aktiv. Sie alle hätten aber nicht so erfolgreich wirken können, wenn mit Maria Funke, Wahlkreismitarbeiterin aus Mühlhausen, nicht eine ganz akribische, zuverlässige und tüchtige Sachbearbeiterin im Hintergrund tätig wäre. Ihr wurde an diesem Tag allseits besonders herzlich gedankt. Das überreichte Spendengeld will das Gymnasium Zella-Mehlis für die Fortführung des Projekts "Auschwitz mahnt" nutzen. Mehr Demokratie e.V. wird die Unterstützung natürlich für das bevorstehende Volksbegehren brauchen. Ralf-Uwe Beck dankte der Alternative 54 und "allen, die helfen, dass sie helfen kann". Das Fanprojekt Jena wird die Spende zur Finanzierung der Sommer-Fahrt zur antirassistischen Fußball-WM nach Italien einsetzen. A. Rudolph
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